Binzspontan & Blog

Liebe Gäste, Urlauber und Einheimische!

In einem Web-Log („Blog“) werden bekanntlich Gedanken, Erfahrungen und persönliche Meinungen zum Ausdruck gebracht. Das möchte ich, Eigentümer der Villa Schwanebeck, hier gelegentlich auch tun. Vielleicht interessiert sich der ein oder andere und fühlt sich zum Gedankenaustausch animiert. Bitte antworten Sie dann an: bgfranke@yahoo.de und sagen Sie dazu, ob Ihre Gedanken ggf. in diesem Blog veröffentlicht werden dürften.

Herzliche Grüße! Ihr Bernhard Franke (BF)

Binz:
Das Ostseebad Binz ist für mich das schönste Seebad der Welt. Nun ist es nicht etwa so, dass ich noch keine anderen Seebäder gesehen hätte. Ich kenne die deutschen Seebäder der Nord- und Ostseeküste und viele auf der ganzen Welt. Toll finde ich Büsum wegen des Wattenmeers, Sankt Peter Ording wegen der Weite des Strandes, Westerland wegen der hohen Nordseewellen am breiten Dünenstrand, Heringsdorf wegen der breiten Strandpromenade mit Radweg, etc. – Ich liebe auch auch Cala Figuera auf Mallorca wegen des schönen Naturhafens, Brighton wegen der großen Pier und dem Golfplatz am Meer, Hvar wegen der vielen alten Tavernen direkt an der Hafenpromenade, … Natürlich kenne ich noch viele andere Seebäder dieser Welt nicht. Aber weder in Europa noch in Asien, Australien oder in Amerika habe ich jemals ein so schönes Seebad wie Binz gesehen. Kennt jemand ein schöneres Seebad als Binz? (BF)

BINZspontan
Das war mal eine Gästezeitung im Entstehen. Leider war das Interesse zu gering. Binzspontan2 Binzspontan3 Binzspontan4 Binzspontan5

 

Winterwetter auf Rügen:
Wer mag den Wechsel zwischen 3 Grad plus und 3 Grad minus? Wer mag bei feuchter, eiskalter, nasser Luft draußen sein? Wer mag leere Orte, leere Strassen, geschlossene Hotels und Restaurants? Eis kratzen, super? Schneematsch, toll? Kein Grün aber viel Grau? Dann kommt zwischen Mitte November und Ende Februar nach Rügen! Ihr werdet begeistert sein. Eine Ausnahme ist der Jahreswechsel! Binz feiert ausgelassen, alle Hotels, Restaurants, Geschäfte sind geöffnet, das Feuerwerk grandios, einmalig, super! (BF)

Was wünsche ich mir an „touristischer Freizeit-Infrastruktur“ in Binz:
Vieles, was wünschenswert wäre, ist natürlich nicht realisierbar und realitätsfern. Vieles, was ich mir wünsche, ist natürlich eigentlich Luxus und vielleicht auch nur für eine Minderheit von Interesse. Na und? Die Interessen sind so vielfältig aber auch die Möglichkeiten. Eine Strandsauna. So wie auf Sylt. Ein beheiztes Schwimmbad (25 m lang) mit Meer- oder Seeblick. Auf der Stranddüne oder direkt am Schmachter See. Eine Sporthalle, mit Tennisbelag, hell (viel Glas), zum Öffnen (im Sommer) und mit Bühne für große Feste und Konzerte. Eine Tanzbar, z.B. am See, schallisoliert, auch mit Kinderdisco und Ü30/Ü40 Partys. Häufiger Konzerte, so wie sie beim Duckstein Festival sind. Und ich würde mir wünschen, auch Einheimische sollten häufiger ausgelassen ausgehen. Das gehört zum Leben! Leider arbeiten die Einheimischen im Sommer fast nur, selten werden Binzer im Cafe, am Kurplatz oder auf der Promenade gesehen. Schade! (BF)

Herbst auf Rügen:
Der Herbst ist etwas besonderes. Alles wird ruhiger und entspannter, die Blätter färben sich und die Luft ist so milde und riecht irgendwie besonders. Ich mag den Herbst. (BF)

Politik:
Wir brauchen Menschen, die Dinge hinterfragen, die neugierig und kritisch sind. Menschen, die sich nicht alles gefallen lassen und bereit sind, sich einzumischen. Wir müssen die Kraft haben und bereit sein, uns immer wieder aufs Neue einzumischen. Dazu brauchen wir viel Kraft. Wer dazu keine Kraft hat, sagt sich: „Was soll ich schon machen, es ändert sich doch nichts.“ Vieles hat sich in der Vergangenheit nur verbessert, weil Menschen bereit waren, sich einzubringen. Es waren zwar immer nur wenige, die aufstanden und riefen: „Der Kaiser hat keine Kleider an.“ Aber viele andere wurden dann darauf aufmerksam und schließlich waren es viele Menschen, die sich zumindest kurzfristig und nur für einen gemeisamen Zweck zusammentaten, um sich zu empören und dann um etwas zu verändern. „Wir sind das Volk!“  Bedanken wir uns bei den Menschen, die bereit sind, ihre Kraft dafür zu geben, um unsere Welt Stück für Stück ein klein wenig besser zu machen. Wir sollten uns dazu inspirieren, nicht aufzugeben und zu resignieren, sondern uns zu empören und einzumischen. Und zwar immer zu dem einen Zweck, etwas zu verändern und zu verbessern.
Ich bewundere Leute, die den Mut haben zu rufen: „Der Kaiser ist ja nackt!“ Ich hätte auch gerne diese Kraft. Ich bin sicher, es geht nicht nur mir so. Ich bin allen dankbar, die sich einsetzen, um etwas zum Positiven zu verändern, die Verbesserungen erreichen wollen, die uneigennützig dabei denken, die offen und ehrlich Ihre Meinung sagen und zwar direkt und geradeaus. Insbesondere die ehrenamtlich Tätigen verdienen meinen Respekt und meine Anerkennung. Ich wünsche mir auch mehr Mut, Sachlichkeit und Respekt, auch wenn die eigene Meinung vielleicht manchmal eine andere ist.
In Binz brauchen wir keine weiteren 4 stöckigen Neubauten. Wer hat diese 3 neuen Gebäuderiesen beim Kurpark genehmigt? Das verstehe ich nicht! Wir wollen einen Golfplatz und keinen Golfwohnpark. Ich hoffe, der Golfplatz wird erst gebaut. Ggf. können in dem Bereich sicherlich noch Häuser und Wohnungen entstehen, aber nicht vorab.
Wir könnten eine Sport- und Kulturhalle, ein Schwimmbad (mit 25 m Bahn), eine Tanzbar und anderes mehr gut gebrauchen, warum passiert seit so vielen Jahren nichts? Es gibt Grundstücke, Fördermittel, Leute, die investieren würden. …
Auf Rügen brauchen wir noch viel mehr Radwege, es werden zur Zeit mehr als 100 Millionen für den Strassenbau ausgegeben, für Radwege fehlt das Geld. …
In Deutschland wird es bald ein Problem geben, die privaten Renten werden zu klein sein, der Euro und die hohen Staatsverschuldungen im Euroraum schrumpfen das Ersparte über Inflation und künstlichen Niedrigzins, die staatlichen Renten werden auf ein Minimum sinken, da der Nachwuchs fehlt bei einer Geburtenrate von nur 1,3. Was wird dann mit dem Rentnerparardies Binz? Ein wunderschöner Ort ohne Jugend? …
Europa soll wachsen doch auch wir Deutsche verweigern uns einer europäischen Steuer- und Wirtschaftspolitik. Wie sollen wir langfristig unseren Wohlstand sichern? Englisch lernen unsere Kinder nur im Englischunterricht, das ist für die gemeinsame europäische Zukunft viel zu wenig! …
Zur Weltpolitik sage ich mal nicht viel. Nur eins: Hunger dürfte es 2013 nirgends mehr geben. (BF)

Kurkarte Rügen
Es gibt an der Ostsee viele Badeorte, alle haben ihre eigene Kurkarte. Ich halte es für mehr als sinnvoll, dass Urlaubsgäste mit einer Kurkarte von z.B. Göhren auch in Binz an den Strand dürfen. Umgekehrt natürlich auch. Man kann ja nur an einem Ort sein und nicht an 2 Stränden gleichzeitig. „Vielfalt geniessen“ sollte das Motto sein. Auch sollten alle Rüganer grundsätzlich keine Strandgebühr bezahlen. Das Argument mit den Reinigungskosten ist doch kleinlich. Leute, z.B. aus Bergen kommen auch nach Binz, weil sie stolz sind, so einen schönen Badeort auf „Ihrer“ Insel zu haben. Und sie gehen gerne in Binz essen, einkaufen, etc. und machen bestimmt auch Werbung für unsere Insel, einschließlich der Badeorte. (BF)

Mehrwertsteuer im Hotel
Die Mehrwertsteuer auf eine Übernachtung im Urlaub ist eine staatliche Steuer so wie die Mehrwertsteuer für Butter und Brot im Aldi oder Edeka. Wer die Mehrwertsteuer im Hotel „Hotelierssteuer“ oder „Möwenpicksteuer“ nennt, muß die Mehrwertsteuer im Discounter „Lebensmittelmarktsteuer“ oder „Aldisteuer“ nennen. Und das ist purer Unsinn! Die Steuern sind weder für den Hotelier/Vermieter noch für den Lebensmittelmarkt sondern werden vom Bürger/Verbraucher an den deutschen Staat bezahlt. Und je höher die Steuern, desto weniger hat der Bürger in der Tasche. Ich bin für niedrigere Steuersätze nicht für immer höhere Steuern. Der Staat soll sparen, das müssen wir Bürger auch. (BF)

Rügen oder Mallorca?
Rügen und Mallorca sind die beliebtesten Ferieninseln der Deutschen. Ein (gewagter) Vergleich:

Strandpromenade: wunderschöne Strandvillen, Flair, Dünen- und Meerblick ohne Verkehr: Binz gewinnt
Party: Rügen ist keine Partyinsel, Mallorca ist Europas Partyinsel Nr. 1 –  so ist es und wird es bleiben.
Ruhe: Wer Ruhe sucht, der findet sie auf Mallorca und auf Rügen.
Strand: Der Naturstrand Es Trenc ist attraktiver als der Strand der Schaabe. Der Binzer Strand ist schöner als der Strand von der Playa de Palma,… unentschieden
Buchten: Mallorca hat zahlreiche, kleine Felsbuchten mit feinen Sandstränden, einige unbebaut: Mallorca gewinnt
Naturhäfen: Seedorf gegen Cala Figuera, Romantik pur: unentschieden
Yachten: Auf Rügen werden auch Yachten gesehen, auf Mallorca sind es Tausende.
FKK: auf Rügen Tradition, auf Mallorca zunehmend verbreitet, unentschieden
Internationalität: Mallorca hat Gäste aus der ganzen Welt, auf Rügen urlauben fast nur Deutsche, na und?
Einkaufen: insbesondere Binz bietet viel Qualität, Mallorca häufig billige Masse, Palma bietet Altstadt und breitere Auswahl: unentschieden
Obst und Gemüse: wächst auf Mallorca in allen Variationen, auf Rügen wachsen Äpfel, Birnen, Brombeeren und Kräuter
Vegetation: Palmen gegen Buchen, ich liebe die wunderschönen Palmen und die herrlichen Buchenwälder
Meer: zumeist sehr sauberes Wasser, selten Quallen, gelegentlich Algen, das Mittelmeer ist natürlich klarer: trotzdem unentschieden
Badewasser: Mallorca hat von Juni bis in den Oktober Badewassertemperaturen, Binz nur im Hochsommer: klarer Vorteil Mallorca
Fisch: Dorade gegen Zander, Seeteufel gegen Flunder: unentschieden
Schwimmen gehen: auf Rügen kann man nur sehr begrenzt schwimmen gehen, auf Mallorca fast überall und ganzjährig.
Wetter/Klima: Geschmackssache, der eine liebt die Wärme (Mallorca), der andere liebt das Kühle (Rügen): unentschieden
Regen: Mallorca kennt im Sommer keinen Regen, es gibt Leute, die das gut finden.
Landleben: Bauernhöfe gegen verträumte Fincas: klarer Vorteil Mallorca.
Wandern: Tramuntana gegen Zickersche Alpen? Auch Rügen hat Vielfalt, Mallorca kann mit den über 1000 m hohen Bergen punkten.
Radfahren: Rügen hat den Wald, Mallorca die Berge – zum Familienradfahren nach Rügen, zum Rennradfahren nach Mallorca.
Golf: Rügen hat ein Golfzentrum mittlerer Güte, Mallorca hat über 20 topgepflegte Platzanlagen.
Hotels: alle Preise und Qualitätsbereiche sind zahlreich vorhanden: unentschieden.
Essen gehen: wahrscheinlich bietet Mallorca mehr Spitzengastronomie, in der Breite ist auf beiden Inseln ein großes Angebot.
Erreichbarkeit: Rügen mit der Bahn oder dem eigenen Auto, Mallorca mit dem Flieger, es kommt darauf an, wo man wohnt.
Preise: billiger auf Rügen: Strandkorb ausleihen und Eis essen, billiger auf Mallorca: Bier trinken, ansonsten: ziemlich gleich.
Wer hat gewonnen? Beide! (BF)

Bewertungen im Internet
Der gute Ruf einer Firma gehört zu den wichtigsten Vermögenswerten. Der Ruf einer Firma entsteht heute zunehmend durch das, was im Internet veröffentlicht wird?
Ich könnte denken: „Mein Betrieb lebt von den Stammgästen, von der Generation, deren Leben noch nicht vom PC geregelt wird. Das mache ich noch ein paar Jahre und dann kann die nächste Generation sich um diese, um ihre Probleme kümmern, ich bin da raus.“ Aber ich kann es nicht lassen und mache mir Gedanken zu diesem Thema, welches unsere Branche in der Zukunft wohl bestimmen wird.
In Internetforen kann man lesen: „Ein paar schlechte Kommentare über angeblich schlechte Erfahrungen beim Aufenthalt in einem Hotel oder einem Restaurant auf einem der entsprechenden Internetportale reichen, um einen gut geführten Betrieb in den wirtschaftlichen Ruin zu führen. Gerüchte, Verleumdungen und üble Nachreden werden teilweise mit gezielten Angriffen, teilweise auch durch nachlässiges Handeln gestreut. Ist diese schlechte Saat im Internet erst einmal gestreut, ist der Anfang vom Ende besiegelt.“ Aha! Die Frage ist, wer handelt nachlässig? Der Kunde, dem irgendetwas missfiel und der dann ganz empört, selbstbewusst und schnell entschlossen alles schlecht schreibt? – Oder der Betrieb, der sich darum nicht kümmert, alles hinnimmt und damit unprofessionell ist? – Wohl beide!
Da die Zeit nicht stillsteht und insbesondere die Kunden von morgen den Web Boom nicht aufhalten können, bieten sich jetzt ganz neue Berufs- und Betätigungsfelder. Nicht nur zahlreiche spezialisierte Anwälte und Detektive, nein, zunehmend mehr Bewertungsfirmen bieten Ihre Dienste an. Zu Recht stellt sich die Frage, wer das alles bezahlen soll? Holidaycheck, Travelscout24, Booking.com, TUI.com, Tripadviser, Kurzurlaub.de, Hotel.de, Hotelreservierung.de, ab-in-den-uraub.de, HRS, trivago, Google+, Hotel.com, *QYPE, Wild-east, Zimmer.im-web.de, … sind nur einige dieser Bewertungsportale, gesteuert werden diese vom Hotelnavigator, Qcheck, …. „Wir kümmern uns um Ihren Betrieb.“ Wir sorgen für gute Bewertungen.“ „Wir sorgen für sehr viele Bewertungen.“ „Wir sorgen dafür, dass (fast) alle Gäste Sie bewerten, auch und insbesondere die zufriedenen Gäste, die eher weniger bewerten, als die, die etwas zumeckern gefunden haben.“ „Wir eleminieren schlechte Bewertungen.“ „Wir schreiben Spitzenbewertungen.“ „Wir löschen alles, was nicht gefällt.“ „Wir beobachten das Netz.“ „Monitoring!“ „Wir klagen an: Rufmord, Verleumdung und üble Nachrede.“ „Bestellen Sie Rufmord bei uns.“ „Wir verklagen auf Schadenersatz durch Anklage nach §186 StGB oder § 187StGB.“-  Tolle Angebote, tolle Welt! Oder?
Letztens habe ich bei Amazon eine Glühbirne, nein, ein „LED Leuchtmittel“  erworben und sollte dann das Produkt im Netz bewerten. Ich war unsicher. Erst wollte ich nichts schreiben, keine Zeit und wer bezahlt mich dafür denn? Dann wollte ich schreiben, dass LED Leuchtmittel ein unangenehmes Licht erzeugen, viel zu teuer sind, dauerhaft die Leuchtkraft nachläßt, viel zu teuer sind und häßlich aussehen. Das habe ich dann doch nicht geschrieben. Ich schrieb dann, dass ich das toll finde, dass LED Leuchtmittel nur 10 % der Energie einer alten Glübirne verbrauchen, dass sie damit das Weltklima schützen, Deutschland unabhängig von den russischen Gaslieferungen und vom arabischen Öl machen, damit die Gefahr von Kriegen reduzieren und gab dann die volle Punktzahl. Hm, man kann alles so und so sehen. Auf alle Fälle ist es wohl stets besser erst nachzudenken und dann zu bewerten oder es lieber ganz zu lassen. Die Welt ist doch keine Schule! Oder? (BF)